Architekt Ziviltechniker

Barriere-Check: Was ist notwendig, sinnvoll, machbar?

Bevor Sie sich also wegen einer allfälligen Diskriminierung zu verantworten hätten, geht es darum, im Schlichtungsverfahren nachzuweisen, ob die „zumutbaren“ Maßnahmen zur Verbesserung des barrierefreien Zugangs unternommen wurden. Darauf können Sie sich mit dem Barriere-Check vorbereiten.

Schritt 1: Anamnese – Erhebung des Status quo:

Sie dient dazu, sachkundig – also bautechnisch – zu dokumentieren, wie der Status quo des Baubestandes vor Verbesserungs-Maßnahmen war und bildet damit die Voraussetzung für einen „Vorher-Nachher“-Vergleich bzw. die Feststellung, welche Maßnahmen bautechnisch überhaupt machbar sind bzw. waren.

Schritt 2: Diagnose – Analyse der Barrieren:

Zielsetzung ist, Barrieren hinsichtlich Körperbehinderung, aber auch Sinnesbeeinträchtigung technisch-sachkundig zu identifizieren: Parameter wie Nivellements, Rollfähigkeit bzw. Rutschfestigkeit von Untergründen, Türbreiten, Manövrierflächen, Höhen von Bedienelementen, Lichtführung und Beleuchtung, Kontrastfähigkeiten und Ähnliches werden untersucht.

Schritt 3: Maßnahmenplan – Notwendiges & Machbares zur Entschärfung:

Er zeigt auf, welche Maßnahmen notwendig, sinnvoll und machbar sind, um Ihre Ordination nach Maßgabe der baulichen Möglichkeiten vor Ort so barrierefrei wie möglich zu gestalten. Oft lassen sich auch mit durchaus überschaubaren Eingriffen wesentliche Verbesserungen erreichen. Auf Wunsch und nach gesonderter Beauftragung kann auch die Umsetzung von Maßnahmen begleitet werden.